Andreas Werner – Umgebung mit Seele und Schönheit

Im Oktober 2021 bekam unser Vereinsmitglied Andreas Werner für einen Monat unser 72nster in der Baaderstraße. Geboren im hessischen Fritzlar arbeitet und wohnt der gelernte Galvanotechniker schon seit 25 Jahren in München. Andreas schafft Gemälde verschiedenster Art, er malt auf mit Öl auf Leinwand, Aquarelle, Lithografien oder Zeichnungen, jedes Werk ist für ihn eine autodidaktische Erfahrung, dabei stößt man in seiner Kunst oftmals auf klassische Motive, etwa der Pariser oder Münchner Architektur. Wir haben ihn gebeten, sich für unseren Blog selbst vorzustellen.

 

Name:                        Andreas Werner

Wohnort:                    München

Geburtsort:                 Fritzlar, Hessen

Ausbildung:                Schriftenmaler, Fachkraft für Galvanotechnik

Dein Lieblingswerk: Ein Lieblingswerk aus meiner Hand existiert bislang nur in der Zukunft, welches ich unermüdlich jage. Um ein paar Werke anderer Künstler zu nennen: F. v. Stuck „Der Wächter des Paradieses“, Caravaggio „Judith enthauptet Holofernes“, G. Richter „Kerze“.

Deine Vorbilder:  G. Richter, F. Bacon, G. Baselitz, Caravaggio, F. v. Stuck, C. Monet, W. Turner

Webseite:                    www.andreaswerner.eu

Social Media:             Instagram, Pinterest, Facebook

 

 

Lieber Andreas, bitte stelle dich in ein paar Sätzen/Wörtern selbst vor

Ich bin Andreas (33) aus München, mag „schlechtes“ Wetter und gehe gerne nachts spazieren, wenn sich das hektische Treiben etwas beruhigt hat. Doch halt, ich lebe nicht in einer grauen Welt, ein Kunstwerk entsteht schließlich nur schwerlich im Dunkeln. Mein Geld verdiene ich in der Industrie, meine innere Ruhe verdiene ich in der Kunst.

 

Was machst du sonst so als Künstler?

Ich stecke gerade in meinen Anfängen, nicht als Künstler, aber darin, meine Kunst öffentlich zugänglich zu machen. Mit meinem Onlineshop habe ich den Anfang gemacht und baue nun meine Social Media-Kanäle auf. Ich freue mich, mit dem 72nster einen Schritt aus der digitalen Welt zu gehen. Kunst und Menschen in der Realität zu erleben, ist durch nichts zu ersetzen.

 

Arbeitest Du mit bestimmten Techniken?

Die meiste Zeit verwende ich mit dem Pinsel und trage Ölfarben auf Leinwand oder Paneel auf.

 

Was würdest du als deinen außergewöhnlichsten Schaffensprozess bezeichnen?

Wenn ich Gemälde komponiere, indem ich verschiedene Vorlagen anpasse und andere Teile komplett erfinde, ist das sicher der forderndste und genugtuendste Prozess.

 

Weiß der Künstler in dir eigentlich selbst genau, was er tut?

Ich weiß, dass ich durch unablässiges arbeiten den Kopf mehr und mehr ausschalten kann und die Stimmung direkt durch meine Hand entsteht.

 

Wolltest du schon immer Künstler werden?

Das schon, ich bin nur gestrauchelt und habe mich in meinen 20ern zu sehr vom Körperkult ablenken lassen.

 

Was genau stellst du diesen Monat im 72nster aus?

Werke aus den vergangenen 1,5 Jahren. Ölgemälde mit Stadt/Landschaftsmotiven. Mein Lieblingsaquarell würde den Monat im Schaufenster sonnenbedingt nicht überstehen und meine Werke, die Geschichten aus der griechischen Mythologie erzählen, würden das Fenster in seinen Ausmaßen sprengen.

 

Willst Du darüber reden, wie viel Zeit und Geld Du in die Erstellung investiert hast?

Geld ist zum Glück nicht der entscheidende Faktor, wenn 99% des Werkes aus investierter Zeit und nur 1% aus Material bestehen. Zeit steht mir an meinen kostbaren Wochenenden zur Verfügung.

 

Bleibt das Fenster den Monat über so, oder gibt es noch ein Make-over?

Es wird aller Voraussicht nach einen Wechsel der kleineren Werke geben.

 

Wo kann man deine Kunst sonst bewundern?

Auf meiner Internetseite

 

Was macht Kunst aus für dich? / Wie definierst du Kunst?

In der Kunst werden Dinge, Emotionen, Träume, Erlebnisse und das Leben mit all seinen Lebewesen in einer schier unendlichen Anzahl von Möglichkeiten interpretiert und erlebbar gemacht.

 

 

Wo arbeitest Du am liebsten?

In meinem Atelier, welches gleichzeitig mein Wohnzimmer ist. Genauso gerne arbeite ich in einer Gemeinschaft oder draußen, dies kommt aber leider viel seltener vor. Zum Thema „draußen arbeiten“ gehe ich noch in einer anderen Frage weiter unten ein.

 

Was fällt dir als erstes ein, wenn du an Kunst denkst?

Stimmung, Schönheit, eine oft nicht zu erklärende Botschaft die auch keiner Erklärung bedarf.

 

Beende den Satz: Kunst wird nach Corona…

…mehr geschätzt denn je.

 

Beende den Satz: Corona war für mich als Künstler…

…ein angelehntes Zeitfenster durch welches ich gestiegen bin, um mich auf meine Kreativität zurückzubesinnen. (Kurzarbeit um es unpoetisch auszudrücken)

 

Wenn du dich entscheiden müsstest zwischen Kunst und Liebe…

…dann bräuchte ich so viel Liebe, dass ich meinen Kunstnerv betäube …

 

Was willst du unbedingt noch tun bevor du den nächsten „Runden“ feierst?

Auf eine Malreise gehen, mit Utensilien die so komprimiert sind, dass ich mit ihnen unter den Arm geklemmt an die schönsten Orte spazieren kann.

 

Vor was hast Du Angst?

Dass es keinen unberührten Flecken Erde auf der Welt mehr gibt und die Ozeane vor lauter Müll darin überlaufen.

 

 

Vielen Dank für dein 72nster, deine Zeit und deine Antworten, lieber Andreas!

 

 

 

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